Neues vom Transportbeton – Schritt in die Zukunft –

Das Zementwerk Berlin produziert nicht nur Zement, Trockenmörtel und Spezialbindemittel.

Mit seinen drei Transportbetonanlagen werden dem Kunden zusätzlich Frischbetone und Estriche gemischt und termingerecht auf die Baustellen geliefert.  Durch den Bau einer weiteren Transportbetonmischanlage im Bezirk Berlin Spandau wird ab Oktober 2012 die Kapazität weiter steigen.

Die neue Mischanlage befindet sich auf einem 2010 erworbenen Grundstück mit Gleisanbindung und direkter Wasserlage zur Havel. In unmittelbarer Nachbarschaft ist ein Klärwerk, eine momentan noch im Bau befindliche Biogasanlage der Berliner Stadtreinigung und weitere Firmen mit industrieller Produktion. Der Standort ist so gewählt, dass eine 24stündige Produktion gewährleistet ist. Das ca. 18.000 m² große Gelände wurde vor 1945 als Gießerei und für die Rüstungsproduktion (Panzerketten) genutzt. Durch den hohen Grad an Bodenverunreinigungen – z.B. durch Schwermetalle, aber auch durch riesige alte Fundamentblöcke und Gießereiabfälle – mussten ca. 7.200 m³ Boden bewegt, klassiert und nach gültigen Bodenrichtlinien eingestuft werden. Durch Aufbereitung der Böden konnten rd. zwei Drittel des Bodenvolumens für den Unterbau wieder verwendet werden.

Um die aufkommenden Verkehrslasten der Fahrmischer, Silofahrzeuge und Radlader  aufzunehmen, wurde auf 8.000 m² der Fläche Fahrbahndeckenbeton der Güte C30/37 eingebaut. Das anfallende Regenwasser wird mittels Wasseraufbereitungsanlage der Produktion zurückgeführt. Für das Massenfundament der Mischanlage ergaben sich erhöhte Anforderungen hinsichtlich Beton- und Einbautechnologie. Hier wurden 160 m³ Beton der Güte C35/45 mit Hochofenzement CEM III/B 32,5 N LH/SR/NA verwendet, um Zwangsspannungen durch zu hohe Wärmeentwicklung zu vermeiden. Die Zuschlagboxen wurden ebenfalls mit Beton C35/45 ausgeführt und die Abmessungen so gewählt, dass eine ausreichende Bevorratung für Großbetonagen sichergestellt ist.

Als Mischanlage wurde die EBCD 130 des Herstellers ELBA aus Ettlingen gewählt. Die Anlage verfügt über einen 3 m³ Doppelwellenmischer und ist für eine theoretische Leistung von 130 m³ Frischbeton/h ausgelegt. Der Reihendoseur RD 32/260-5 lagert dauerhaft bis zu 260 m³ Sand und Kies. Diese Mischkomponenten werden ständig einer Feuchtemessung unterzogen. Die vier Zementsilos besitzen eine Lagerkapazität von insgesamt 480 t. Die Recyclinganlage der Firma BIBKO mit isoliertem, beheizbarem Becken besitzt eine Auswaschleistung von 20 m³/h. Die Steuerungssoftware lieferte die Fa. RK Prozesstechnik. Auch die drei anderen Mischanlagen verfügen über die gleiche Steuerung, so dass alle Anlagenfahrer im ZWB alle Mischanlagen bedienen können.

Herr Ingo Klement, als „Mann vor Ort“, war vom ersten Spatenstich bis zur Fertigstellung vor Ort und hat die Arbeiten koordiniert und überwacht.

Ihm an dieser Stelle ein besonderer Dank.

Die Stärkung unserer Präsenz in Berlin und Erhöhung der Lieferkapazität ist für das ZWB ein erster wichtiger Schritt, um auch zukünftig unseren Kunden anspruchsvolle Qualität auszuliefern.