B2Run Berlin

Am 8. August 2019 traten rund 14.000 Teilnehmer/innen aus rund 800 Unternehmen zum B2run an.

Auch die Talentschmiede des Spenner Zementwerk Berlins stellte mit den Spenner Rennern eine große und motivierte Truppe auf. Ganze 17 Läufer haben sich aus den unterschiedlichsten Gründen gemeldet: sei es um die Firma zu vertreten, was mit den Kollegen zu unternehmen, sich mal zu bewegen, vielleicht war die Teilnahme auch schon ein Ritual und somit Pflicht oder um einmal wie die größten Leichtathleten im Berliner Olympiastadion einzulaufen… Motivation, Ansporn und Anreiz gab es somit genug.

 

Die Aufstellung der Athleten veränderte sich leicht zum Lippstadtlauf im Mai 2019. Trotz ein paar kurzfristigen Ausfällen waren noch ganze 14 Akteure vertreten. Jeder der Sportler arbeitete im Vorfeld intensiv an seiner Leistung, um bestmögliche Ergebnisse zu erreichen. Laut Umfrage war das Training teilweise sehr individuell und von unterschiedlichen Ansätzen geprägt. Einige nahmen am wöchentlichen Lauftraining teil, welches immer mittwochs nach der Arbeit stattfindet. Andere probierten ihren Fokus oder Schwerpunkt anders zu setzen – durch konzentrierte Krafteinteilung aufgrund von vorherigen Trainigseinh

eiten-Reduzierungen oder durch einen geringeren Konsum von Genussmitteln und alkoholischen Getränken. Manche wollten durch eine Ernährungsum

stellung (Verbannung von Zucker aus ihrem Speiseplan) sogar abnehmen, damit sie weniger Gewicht mit sich schleppen müssen. Dies gestaltete sich jedoch schwierig, da der Zucker raffiniert war. Zusammenfassend wurde also alles menschenmögliche unternommen, um top Zeiten zu erreichen.

Die Gruppe traf sich um 18:30 Uhr bei herrlichem Sonnenschein am Olympiator. Die Quecksilbersäule machte ungefähr bei 28 Grad halt und es wehte ein leichter Wind. Zu der Startnummernvergabe gab es nochmal ganz schlaue Tipps wie beispielsweise: „Wer Probleme mit dem Kreislauf hat, sollte lieber geradeaus laufen!“. Eine Erwärmung wie in Lippstadt gab es diesmal nicht – man wollte ja nicht schon ausgepowert starten. Nach der Schnürsenkelkontrolle machten sich alle auf den Weg zum Startblock. Aus taktischen und psychologischen Gründen wählten wir nicht die erste Startwelle, denn auch beim Laufen kann der Windschatten helfen, zumal überholen einfach mehr Spaß macht. Dies hat aber eher semi geklappt, da die Startwellen nochmal in Blöcke aufgeteilt wurden und wir zu Scootermusik in vorderster Reihe gerückt waren. Wir wurden vom Veranstalter nochmal heiß gemacht und zählten unseren Countdown runter. Nach dem Startschuss dachte man eine Vogelschar wurde aufgeschreckt, aber es waren nur die piependen Pulsuhren und nicht das Vogelgezwitscher. Schnell zerriss unser Läuferfeld und jeder wählte für sich sein eigenes Tempo. Man traf sich gelegentlich an Kreuzungen wieder und spornte sich gegenseitig an. Die erste und einzige Wasserstelle gab es bei ca. 3 km, die keiner bei diesen Temperaturen ausgelassen hat. Die Strecke hatte ihre Tücken. Erstmal ist sie länger als in Lippstadt, dazu ein viel größeres Läuferfeld, besitzt mehr Kurven, hat ziemlich viele Auf- und Ab- Passagen und kurz vor dem Ziel ein richtig demotivierendes Maifeld. Diese Strecke bewältigt, hatten wir zum Schluss noch eine schöne bergab Passage, um schlussendlich mit Tempo ins Stadion und somit in das rettende Ziel einzulaufen. Dort wurden wir von einer tosenden Menge auf der Tribüne und mit Blitzlichtgewitter am Streckenrand empfangen. Erschöpft im Ziel angekommen, wurde noch abgeklatscht und sich umarmt. Aber einige Sportler mussten das mit dem Laufen irgendwie falsch verstanden haben, denn die Nase ist zum Riechen da und die Füße zum Laufen – nicht umgekehrt.

 

Gleich hinter dem Ziel erhielten wir unsere Belohnung – die lang ersehnte Medaille. Als alle im Ziel waren, ging es gesammelt zu den Bananen- und erfrischenden Bierständen. Nachdem alle wieder halbwegs reden konnten und gestärkt waren, besuchten wir noch das olympische Dorf. Dort ließen wir den erfolgreichen Abend bei Bier und Burger ausklingen.

 

Mein Fazit: Es war mir wieder eine Freude mit euch zu laufen, gerne nächstes Jahr wieder. Wie heißt es so schön: „Egal wie langsam du auch läufst, du schlägst alle die zu Hause bleiben.“ 2020, B2run wir kommen!